
Was bewegt Deutschland?
Wenn es um die Mobilität der Zukunft geht, sprechen wir oft über Innovationen – E-Autos, autonome Autos, neue Apps.
Dabei geht es um so viel mehr.
Das Buch „Automatisch Automensch?!“ untersucht, wie die visuelle Kommunikation von Automobilindustrie und öffentlichem Nahverkehr die gesellschaftliche Wahrnehmung von Mobilität verändert. Anhand von Analysen der deutschen und internationalen Kultur, Medien und Kommunikation sowie der Betrachtung der Mobilitätsvergangenheit und ihrer möglichen Zukunft, wird deutlich wie die ungleiche Wahrnehmung zustande kommt. Im Kern fordert das Buch eine nachhaltigere und inklusivere Kommunikation, die gesellschaftliche Normen hinterfragt und neugestaltet. Der Leser wird während der Erfahrung aktiv in das Buch eingebunden und über Vorurteile zur Mobilität aufgeklärt, ohne dabei mit einem belehrenden Ton konfrontiert zu werden. Das wird durch eine interaktive Dimension mittels QR-Codes erzielt.

Ziele
Aufmerksamkeit auf das Thema erhöhen
Der ÖPNV und die Autoindustrie haben eine Grundsätzlich unterschiedliche Wahrnehmung. Woher diese stammen ist vielen Menschen egal oder zu komplex. Das Buch wirkt Voreingenommenheit entgegen und schafft Aufmerksamkeit.
Bewusstsein für die Problematik schaffen
Ziel meines Buches ist es, ein Bewusstsein für die Mechanismen zu schaffen, die unsere Wahrnehmung von Mobilität formen. Denn diese haben weitreichende Folgen für unsere Gesellschaft und sind nicht leicht zu erkennen.
Emotionen wecken und Dialoge fördern
Leser werden nicht nur als Konsumenten, sondern als Mitgestalter der wissenschaftlichen Auseinandersetzung angesprochen.

Zielgruppe
Die Zielgruppe lässt sich in drei Personas unterteilen
1.Der lesemuffelige Bildbetrachter
Er bevorzugt digitale Medien und fühlt sich von Büchern eher abgeschreckt.
2. Der meinungsstarke Skeptiker
Hat bereits eine gefestigte Haltung zum Thema Mobilität und empfindet Diskussionen dazu oft als emotional und kontrovers.
3. Der uninformierte Neuling
Hat hingegen bisher kaum Berührungspunkte mit Mobilitätsthemen und nimmt sie häufig als kompliziert oder wenig spannend wahr.
Produktentwicklung
Ein umfangreiches Thema braucht Struktur
Ich habe mich für die Form des Buches entschieden, da es ein zeitloses Medium ist, um Wissen und Geschichten festzuhalten. Es ermöglicht dem Leser, in Ruhe und ohne Ablenkungen einzutauchen und schafft eine persönliche Verbindung durch Haptik und Gestaltung. Nach Abschluss der Recherche habe ich alle zentralen Themen in eine klare Struktur gebracht, die es dem Leser ermöglicht, die Thematik umfassend und nachvollziehbar zu erfassen. Der Leser wird durch eine persönliche Einführung und die Bedeutung sowie Geschichte der Mobilität eingeführt. Danach folgen kulturelle Aspekte, Analysen zur Wahrnehmung und Kommunikation, sowie internationale Vergleiche und deren Folgen. Ein Ausblick regt zum Nachdenken über die Zukunft der Mobilität an, bevor ein Schlusswort die Erfahrung abrundet.
Interaktivität sorgt für eine aktuelle Ebene
Mein Buch verbindet analoge und digitale Welten, indem es interaktive Sonderseiten mit QR-Codes integriert, die Leser zu themenspezifischen Beiträgen führen. Dort können sie anhand von Fragen, Umfragen oder Zitate ihre Perspektiven teilen, Diskussionen anregen und aktiv am Dialog über Mobilität teilnehmen.
Ermöglichung der langfristigen Relevanz
Die interaktivität hat viele Vorteile gegenüber einem regulären Buch:
Sammlung und Auswertung von Daten
Die Beiträge und Diskussionen auf Padlet können wertvolle Einsichten liefern, wie unterschiedliche Zielgruppen Themen wie Mobilität wahrnehmen und bewerten.
Verbindung von Theorie und Praxis
Das Konzept ermöglicht es, wissenschaftliche Inhalte aus dem Buch in reale Interaktionen zu übersetzen und die Reaktionen darauf direkt zu beobachten.
Demokratisierung des Wissens
Leser werden nicht nur als Konsumenten, sondern als Mitgestalter der wissenschaftlichen Auseinandersetzung angesprochen.
Volle Kontrolle für den Autor
Ich habe mich für die Plattform :Padlet entschieden, weil es eine Plattform ist, die den Austausch über Inhalte in einem geschlossenen und thematisch klar definierten Rahmen ermöglicht. Anders als Instagram, das stark auf schnelle, visuelle Inhalte und Algorithmen setzt, bietet :Padlet die Möglichkeit, Diskussionen ohne Ablenkung zu führen und alle Beiträge gleichwertig darzustellen. Es bietet zudem die Möglichkeit, die Kommentare zu moderieren, um einen förderlichen Dialog zu gewährleisten. Es ist außerdem keine Anmeldung nötig. Jeder kann anonym bleiben. Dies senkt die Hemmschwelle signifikant.

Fazit
Mobilität ohne Grabenkämpfe: Wie wir gemeinsam weiterkommen
Dieses Projekt hat mir eindrucksvoll vor Augen geführt, wie stark visuelle Kommunikation unser Denken beeinflusst und welche Verantwortung wir als Designer tragen. Unsere Aufgabe ist es nicht nur, Informationen zugänglich zu machen, sondern auch den Austausch in der Gesellschaft zu fördern. Nach Abschluss des Projekts haben sich viele spannende Gespräche entwickelt, sowohl digital als auch analog. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich Meinungen sein können und wie wertvoll es ist, sie in den Dialog zu bringen. Ganz ohne Vorurteile und Hass! Gerade in unserer heutigen Zeit ist das ein unschätzbares Gut.




